Der Geldmarkt ist kontinuierlich in Bewegung. Das gilt nicht nur im Großen, also 24 Stunden rund um die Uhr und zudem rund um den Globus. Sondern das Gleiche gilt auch im Kleinen. Man mag es sich kaum vorstellen und doch ist es wahr: Es gibt seit Neuestem eine Kreditkarte speziell für Kinder und Jugendliche. Die gute Nachricht ist, dass es sich dabei um eine Prepaid Kreditkarte handelt.

Brauchen Kinder wirklich schon eine Kreditkarte? Wahrscheinlich macht es wenig Mühe, Argumente dagegen zu finden. Aber halt. Die Welt wandelt sich, Zahlungssysteme und Zahlungsgewohnheiten unterliegen einer permanenten Veränderung. Das Plastikgeld wird immer wichtiger und unabdingbarer, Menschen, die ihren Urlaub im Internet buchen, wissen wovon die Rede ist.

Wer keine Kreditkarte sein eigen nennt, der ist von den Angeboten im weltweiten Netz ausgeschlossen. Heute mag das noch ein Achselzucken hervorrufen. Ob das in 20 Jahren auch noch so ist? Dann könnte ein “Kartenloser” leicht zum gesellschaftlichen Verlierer geworden sein.

Wer Erziehung als Vorbereitung auf das Leben versteht, der wird sich dem Argument, dass Kinder sich im Umgang mit Kreditkarten üben müssen, nicht verschließen können. Die Verlockungen Geld auszugeben sind vielfältig und es ist leicht, per Kreditkarte auf Pump zu konsumieren.

Mit einer Prepaid Kreditkarte ist das aber eben nicht möglich. Wie der Name schon sagt, muss bei dieser Art Kreditkarte im Voraus bezahlt werden. Es kann also immer nur so viel ausgegeben werden, wie vorher eingezahlt wurde. Für Kinder und Jugendliche ist das eine fast einzigartige Konditionierung. Sie lernen von vornherein, ohne Kreditrahmen auszukommen und ihre Kreditkarte verantwortungsvoll zu nutzen.