Überziehungskredit
Spricht man von Überziehungskrediten, so gibt es zwei Arten von diesen: Für Privatkunden gibt es den sogenannten Dispositionskredit, der kurz auch Dispokredit oder nur Dispo genannt wird, und den Kontokorrentkredit für Geschäftskunden.
Bei beiden Formen geht es um eine Überziehung des Girokontos. Dabei wurde bei Eröffnung eines solchen Kontos von der Bank ein gewisser Kreditrahmen festgelegt, der es erlaubt, das Girokonto in einer gewissen Höhe zu überziehen.
Genutzt wird der Überziehungskredit zur Überbrückung kleinerer Geldbeträge. Ein Dispokredit kann jederzeit genutzt und zurückbezahlt werden. Wichtig ist, dass der Überziehungskredit je nach Kreditgeber nach spätestens zwei bis drei Monaten getilgt sein muss, da es ansonsten zu einer Kündigung des Kredites seitens des Kreditgebers kommt.
Dies würde bedeuten, dass die gesamte Kreditmenge bis zu einem angegebenen Termin getilgt sein muss. Ist dies dem Kreditnehmer nicht möglich, so käme es zu einer Kündigung des gesamten Girokontos. Ein Überziehungskredit sollte nur für kleinere Geldbeträge genutzt werden, da der Zinssatz sehr hoch ist.
Der Zinssatz liegt dabei nämlich oftmals bei bis zu 15%. Die aktuellen Sollzinsen, die täglich anfallen, hängen dabei jedoch immer vom Marktzins ab. Um einen Überziehungskredit überhaupt gewährleistet zu bekommen, bedingt es einem regelmäßigen Zahlungseingang auf das Konto. Oftmals liegt er bei der doppelten oder dreifachen Menge des monatlichen Geldeingangs.
Auch die Überziehungslinie wird nach dem Eingang an Geldern festgelegt, kann aber bei bestimmten Kunden, die Gelder auf anderen Konten haben oder dem Kreditinstitut bekannt sind auch einmal sehr hoch liegen.
Dabei ist wichtig, dass eine bereits gewährte Überziehungslinie nie gewährleistet werden muss. Der Kreditbetrag steht meist im Verhältnis zum regelmäßigen Zahlungseingang.